Passionierter Auftritt der Alpenstädter im Nationalen Cup

Veröffentlich am: 29. September 2025

In der Startphase konnten die Herisauer dem Gegner vom Genfersee durchaus paroli bieten. Durch eine ausgezeichnet arbeitende Abwehrreihe und schnellen Auslösungen nach dem Ballgewinn sah sich der ehemalige Weltmeister an der Seitenline der Welschländer bereits nach dreieinhalb Minuten zu einem ersten Timeout gezwungen.

Doch auch in der Folge liessen sich die beherzt agierenden Heimherren nicht abhängen. So verlief das Spiel bis in die 13. Minute hinein ausgeglichen und erst nach dem Spielstand von 6:6 konnten sich die Seebuben, die aufgrund der zusätzlichen Trainingseinheiten trotz der ungewohnten Höhenluft im Appenzellerland mehr Kraft in den Beinen hatten, erstmalig absetzen

Nach knapp zwanzig Minuten zeigte die Anzeigetafel allerdings bereits ein deutliches 8:16. Dabei war es nicht einmal ausschliesslich die überlegene Stärke des Gegners, welche den Rückstand verursachte, sondern auch einige unnötige eigene Ballverluste im Spielaufbau, die von den Welschländern konsequent in schnelle Gegenstösse umgemünzt wurden. Die Appenzeller stemmten sich zwar mit viel Einsatz gegen die zunehmend druckvoller werdenden Angriffe, doch je länger die erste Halbzeit dauerte, desto schwieriger wurde es, die flinken Kombinationen der Gäste zu unterbinden. Beim Pausenstand von 11:24 schien die Partie zwar entschieden, doch wer dachte, die Herisauer würden die Köpfe hängen lassen, der sah sich getäuscht.

Angetrieben vom heimischen Publikum versuchten die Gastgeber auch im zweiten Durchgang, jeden Ballgewinn mutig nach vorne zu tragen und dem Topteam aus Genf so gut es ging Paroli zu bieten. Dadurch gelangen ihnen auch immer wieder schön herausgespielte Tore. Die setzten sich zwar Welschländer Tor um Tor weiter ab, doch die Herisauer gaben nicht auf und suchten unbeirrt den Weg zum gegnerischen Kasten. Am Ende leuchtete ein klares 26:44 auf der Anzeigetafel, ein Resultat, das die Kräfteverhältnisse deutlich widerspiegelt.

Trotzdem darf der TV Herisau durchaus zufrieden sein: Einsatzwille, Kampfgeist und der ungebrochene Glaube an das eigene Spiel zeichneten die Mannschaft über sechzig Minuten hinweg aus. Gegen ein Team mit derartiger Erfahrung und individueller Klasse mitzuhalten, ist keine Selbstverständlichkeit – und genau diesen Stolz nahmen die Heimherren nach dem Schlusspfiff mit in die Kabine.

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